Ausbildung zum Rettungssanitäter

Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter werden in Nordrhein-Westfalen und den meisten anderen Bundesländern als Begleiter auf Krankentransportwagen (KTW) sowie als Fahrer von Rettungswagen (RTW) eingesetzt. Form und Inhalt der Ausbildung zum Rettungssanitäter richtet sich nach einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 30.06.2012.

Im Notfallpädagogischen Institut werden allerdings ausschließlich Aufbaukurse für Rettungshelfer angeboten: Im Anschluss an die abgeschlossene Ausbildung zum Rettungshelfer werden dabei 80 Unterrichtsstunden auf mehrere Lehrgangsabschnitte aufgeteilt. Die einzelnen Inhalte der theoretischen Rettungssanitäterausbildung gliedern sich dann wie folgt:

  • Organisation des Rettungsdienstes
  • Berufskunde
  • Fahrzeug- und Gerätekunde
  • Einsatztaktik
  • Rettungsdienst in Großschadenslagen
  • Führungsverhalten
  • Anatomie und Physiologie
  • Allgemeine und spezielle Pathophysiologie
  • Allgemeine und spezielle Pharmakologie
  • Internistische Notfälle
  • Traumatologische Notfälle
  • Pädiatrische Notfälle
  • Gynäkologische und geburtshilfliche Notfälle
  • Toxikologische Notfälle
  • Verletzungen und akute Erkrankungen der Augen
  • Verletzungen und akute Erkrankungen von Hals, Nase und Ohren
  • Psychiatrische Notfälle
  • Rechtsgrundlagen
  • Ethische Aspekte der Notfallmedizin
  • Notfallpsychologie

Dem theoretischen Unterricht folgen eine praktische Ausbildung von 160 Stunden in einem Krankenhaus sowie weiteren 80 Stunden an einer Lehrrettungswache. Sowohl das Praktikum in einem Krankenhaus als auch das Praktikum auf einer Lehrrettungswache wird durch das Notfallpädagogische Institut organisiert. Niemand ist darauf angewiesen, sich selbst einen Praktikumsplatz zu suchen, dies übernehmen wir als Ausbildungsstätte.

Im Anschluss an die genannten Praktika findet schließlich ein 40stündiger Abschluss- und Prüfungslehrgang statt, wobei eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung absolviert werden muss. Ebenso wie die Rettungshelferprüfungen werden auch die Rettungssanitäterprüfungen durch das städtische Gesundheitsamt beaufsichtigt. Derzeit bietet das Notfallpädagogischen Institut folgende Rettungssanitäterkurse an:

Lehrgang RS 17-2

  • Abschnitt 1: 31.07.2017 bis 04.08.2017
  • Abschnitt 2: 07.08.2017 bis 11.08.2017
  • Prüfungswoche: 23.10.2017 bis 27.10.2017

Lehrgang RS 17-3

  • Abschnitt 1: 04.12.2017 bis 08.12.2017
  • Abschnitt 2: 11.12.2017 bis 15.12.2017
  • Prüfungswoche: 05.03.2018 bis 09.03.2018

Lehrgang RS 18-1

  • Abschnitt 1: 23.05.2018 bis 27.05.2018
  • Abschnitt 2: 30.05.2018 bis 03.06.2018
  • Prüfungswoche: 20.08.2018 bis 24.08.2018

Lehrgang RS 18-2

  • Abschnitt 1: 17.09.2018 bis 21.09.2018
  • Abschnitt 2: 24.09.2018 bis 28.09.2018
  • Prüfungswoche: 10.12.2018 bis 14.12.2018

Unterricht findet in der Rettungssanitäterausbildung an allen Lehrgangstagen von 08.30 Uhr bis 17.00 statt. Ein Hinweis, der insbesondere für ehrenamtlich aktive Mitglieder von Hilfsorganisationen wichtig ist, die die Ausbildung zum Rettungssanitäter parallel zu einer weiteren Berufstätigkeit absolvieren: Wenn es zeitlich nicht gelingt, die Praktika im Krankenhaus bzw. auf einer Lehrrettungswache bis zum eigentlich vorgesehenen Prüfungskurs zu absolvieren, ist prinzipiell auch die Teilnahme an einem späteren Prüfungskurs möglich. Zu beachten ist jedoch, dass die Rettungssanitäterausbildung insgesamt in spätestens zwei Jahren abgeschlossen sein muss.

Ausbildungsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Ausbildung zum Rettungssanitäter am Notfallpädagogischen Institut sind die abgeschlossene Ausbildung zum Rettungshelfer inklusive der 80 Praktikumsstunden auf einer Lehrrettungswache. Ebenso vorausgesetzt wird die Vollendung des 17. Lebensjahres, die körperliche, geistige und persönliche Eignung zur Ausübung der Rettungssanitätertätigkeit, ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Außerdem sind von jedem Auszubildenden ein aktuelles amtliches Führungszeugnis (Belegart “N”) sowie eine amtlich beglaubigte Kopie des Personalausweises vorzulegen. Darüber hinaus muss die psychische und physische Eignung zur Tätigkeit als Rettungssanitäter durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden, die nicht älter als drei Monate sein darf.

Kosten
Die Ausbildungskosten betragen 720,- € inklusive der Anmelde- und Prüfungsgebühren sowie der Lernmaterialien und Scripte, die im Lehrgang zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen jedem Teilnehmer der Rettungssanitäterausbildung allerdings dringend die ergänzende Anschaffung der beiden folgenden Lehrbücher:

  1. LPN-San, herausgegeben von Markus Böbel (Stumpf & Kossendey-Verlagsgesellschaft, Edewecht) sowie
  2. Rettungsdienst heute, von Dietmar Kühn, Jürgen Luxem und Klaus Runggaldier (Urban & Fischer-Verlag, München).

Hinweis: Auf dieser Homepage werden möglicherweise nicht alle Fragen zur Rettungssanitäterausbildung beantwortet? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail! Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!