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Angehende Notfallsanitäter besuchen den Petershof in Duisburg-Marxloh

Im Rahmen des vierten Theoriemoduls haben unsere angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter vor einigen Tagen den Petershof in Duisburg-Marxloh besucht: Das sozial-pastorale Zentrum unter der Leitung von Pater Oliver Potschien kümmert sich um die Bedürfnisse von Menschen, insbesondere von Kindern, die weit unterhalb der Armutsgrenze aufwachsen und in vielfältiger Weise auf Unterstützung angewiesen sind.

Dass es in einem der reichsten Länder der Erde beispielsweise Kinder gibt, die sich morgens im Petershof erst ein Pausenbrot abholen müssen, weil sie sonst schlichtweg nichts zu essen haben, macht traurig und betroffen.

Eine Führung durch den Petershof mit seinen vielfältigen Hilfsangeboten, ein Spaziergang durch Duisburg-Marxloh und ein gemeinsames Mittagessen mit hilfsbedürftigen Menschen hat „Sozialnot“ jedenfalls eindrucksvoll deutlich gemacht. Auch und gerade für den Rettungsdienst ist diese Problematik zunehmend relevant – und wir widmen diesem Thema daher auch sehr bewusst eine ganz besondere Aufmerksamkeit.

Lieber Pater Oliver: Vielen Dank für Dein beeindruckendes Engagement – und die wertvollen Einblicke, die Du uns darin gegeben hast!

17. Internationale Kriseninterventionstagung in Innsbruck: Das NPI ist dabei!

Zum 17. Mal fanden am vergangenen Wochenende die internationalen Kriseninterventionstage statt. Die größte Fortbildungsveranstaltung für Notfallseelsorger und -psychologen sowie Kriseninterventions- und Rettungskräfte im deutschsprachigen Raum wird regelmäßig vom Österreichischen Roten Kreuz gemeinsam mit der Universität Innsbruck ausgerichtet.  Prof. Dr. Harald Karutz vom Notfallpädagogischen Institut war diesmal mit zwei Fachvorträgen als Referent vertreten. Zum einen berichtete er über erste Ergebnisse aus seinem laufenden Forschungsprojekt „Kind und Katastrophe“ an der MSH Medical School Hamburg (www.kikat.de), zum anderen thematisierte er psychosoziale Aspekte asymmetrischer Bedrohungen, beispielsweise durch internationalen, islamistisch motivierten Terrorismus.

Dr. med. Stefan Dreesen ist ärztlicher Leiter des NPI!

Dr. med. Stefan Dreesen, Facharzt für innere Medizin und Kardiologie mit den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Intensivmedizin (Bildmitte), ist ab sofort ärztlicher Leiter des Notfallpädagogischen Instituts und tritt damit die Nachfolge des vor einigen Wochen völlig überraschend verstorbenen Dr. Georg Roos-Simon an. Vor seinem Medizinstudium hat Stefan Dreesen zunächst eine Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert und ist bereits seit der Gründung des NPI bei uns als Prüfer und Dozent aktiv. Hauptberuflich arbeitet er auf einer interdisziplinären Intensivstation und ist in verschiedenen Städten als Notarzt tätig. Regelmäßig schreibt er Beiträge für Fachzeitschriften, hat als Autor am Lehrbuch „Notfallsanitäter heute“ mitgewirkt und engagiert sich außerdem noch ehrenamtlich als Ortsarzt der Malteser in Mülheim an der Ruhr: Auf diese Weise kennen und schätzen wir Stefan Dreesen bereits seit vielen Jahren. Lieber Stefan: Vielen Dank dafür, dass Du diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hast – auf die weitere Zusammenarbeit mit Dir freuen wir uns sehr!

Neue Praxisanleiter für den Rettungsdienst!

Mit anspruchsvollen praktischen Prüfungen ist heute der erste Teil unserer Weiterbildung für Praxisanleiter im Rettungsdienst zu Ende gegangen – allen Absolventen gratulieren wir auch auf diesem Wege noch einmal sehr herzlich! Drei Wochen lang haben sich die 17 Kursteilnehmer zuvor intensiv mit den Grundlagen der Erwachsenenbildung, der Unterrichtsgestaltung, der Begleitung von Auszubildenden im Rettungsdienst sowie auch psychologischen und juristischen Aspekten ihres Tätigkeitsfeldes auseinander gesetzt. Durch das Notfallsanitätergesetz kommt Praxisanleitern im Vergleich zu den früheren Lehrrettungsassistenten heute eine wesentlich größere Bedeutung zu. Der Lehrgang wird vor diesem Hintergrund auch noch fortgesetzt: Im Herbst folgen auf die bisherigen 120 Unterrichtsstunden weitere 80, so dass sich eine insgesamt 200-stündige berufspädagogische Weiterbildung ergibt.

Familientragödie in Mülheim an der Ruhr: Elterninformation

In Mülheim an der Ruhr hat sich vor einigen Tagen eine Familientragödie ereignet. Viele Eltern fragen sich nun, ob und wie sie darüber mit ihren Kindern sprechen sollen. Tatsächlich ist das Ereignis so schwerwiegend, dass vor allem kleinere Kinder auch verängstigt und verunsichert werden könnten: Von einer solchen Tat zu erfahren, ist für sie u. U. noch unverständlicher und bedrückender als für Erwachsene. Vor diesem Hintergrund hat der Diplom-Pädagoge Prof. Dr. Harald Karutz vom Notfallpädagogischen Institut ein Informationsblatt erstellt, in dem wichtige Hinweise für Eltern enthalten sind. Die Datei steht hier zum kostenlosen Download bereit: Merkblatt Umgang mit Kindern nach der Familientragödie_V_2

Wir trauern.

Wir trauern um Dr. med. Georg Roos-Simon, der am 10. Juli 2018 völlig überraschend verstorben ist. Seit 1983 ist er als Notarzt und seit 1994 auch als Leitender Notarzt in Mülheim an der Ruhr tätig gewesen. Auf diese Weise verfügte er über eine unglaubliche notfallmedizinische Erfahrung und dürfte einer der dienstältesten noch aktiven Notärzte in Deutschland gewesen sein. Seit Gründung des Notfallpädagogischen Instituts im Jahre 2007 war Georg Roos-Simon unser ärztlicher Leiter, und das gesamte Team der Rettungsschule ist ihm zu großem Dank verpflichtet.

Wir haben Georg Roos-Simon nicht nur als hervorragenden Arzt, sondern auch als wunderbaren Menschen kennen gelernt. Maßgeblich wurde das Notfallpädagogische Institut von ihm mit aufgebaut und geprägt. Mit seiner ruhigen, besonnenen, unendlich geduldigen und warmherzigen Ausstrahlung hat er zahlreichen Auszubildenden in Staatsexamensprüfungen ihre Angst genommen. Seine bereichernde Kompetenz und Expertise hat er in unzähligen Diskussionen engagiert eingebracht.

Als ärztlicher Leiter, fachlicher Ratgeber und, viel wichtiger noch: als sehr guter Freund war Georg Roos-Simon immer für uns da. Selbstlos, hilfsbereit und stets bescheiden. Er war ein ganz besonderer Mensch, den wir schmerzlich vermissen. Im Notfallpädagogischen Institut hinterlässt Georg Roos-Simon eine große Lücke. Wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Für das gesamte Team des Notfallpädagogischen Instituts

Prof. Dr. Harald Karutz, Institutsleiter
Jörg Schievekamp, Institutsleiter
Dr. Stefan Dreesen, stv. ärztlicher Leiter